Stalker 1979 2K Remastered German AC3D DL 720p Criterion BluRay x264 – Jakopo

Um Stalker zu beschreiben, bedarf es Begriffen wie lyrisch, elegisch, meditativ, philosophisch, verstörend, melancholisch oder postapokalyptisch. Diesbezüglich auffallend ist, dass sich der Film konsequent allen Erwartungshaltungen an eine plakative Herangehensweise, welche zunächst durch obigen Plot geschürt werden könnten, entzieht. In Hinblick auf das, was heutzutage gemeinhin als Production Value gilt, gibt sich das Werk als absoluter Minimalist. Die Prämisse wird anfangs kurz auf Schrifttafeln erläutert. Die Drehorte beschränken sich auf eine Wohnung, eine Bar und die ruinenhafte Zonenlandschaft samt „Todesstreifen“. Gängige Effekte, um die Gefährlichkeit der Reise bzw. des Ortes zu charakterisieren, fehlen zur Gänze. Obige Attribute speisen sich folglich aus anderen Quellen. Erklärungsansätze für die fesselnde Wirkung liegen zum einen in der soghaften Inszenierungsweise von mystisch aufgeladenen Bilderwelten, zum anderen an der ohnehin faszinierenden Dichotomie der diegetischen Welt, welche mithilfe des Kameramanns Aleksandr Knyazhinsky transportiert wird.
Insbesondere letzterer Aspekt besitzt starken emotionalen Einfluss auf den Rezipienten. Tarkovsky entwickelt in Stalker eine zweigeteilte Welt. Er stellt die öde, eintönige und heruntergekommene Alltagswelt der „Zone“ gegenüber. Diese entfaltet eine eigentümliche Ausstrahlungskraft voll bizarrer Schönheit, Magie, Geheimnissen und Abenteuern. Flankiert wird diese Charakterisierung auf gestalterischer Ebene von der Entscheidung, die Alltagswelt – welche nur in Pro- und Epilog in Erscheinung tritt – ästhetisch fast ausschließlich in tristen, monochromen Sepiatönen darzustellen. Demgegenüber springt dem Betrachter das satte lebendige Grün der wuchernden Natur in der „Zone“ förmlich entgegen. Das Faszinierende ist, dass jeder Kosmos deutliche Zerstörungsspuren aufweist. Die entsprechende Wirkung könnte jedoch nicht unterschiedlicher ausfallen. Während außerhalb der „Zone“ alles wie tot erscheint, wirken innerhalb die Ruinen samt der unkontrollierten Natur eigentümlich beruhigend. Inhärent schwingt hier der stetige Kampf zwischen Kultur und Natur um die irdische Vorherrschaft mit. Tarkovskys Werk versprüht in diesem Zusammenhang eine schon beinahe romantische – begrüßenswerte – Sehnsucht nach dem Sieg letzterer Instanz.

Grösse: 7872MB

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